{"id":142,"date":"2016-11-04T11:00:57","date_gmt":"2016-11-04T10:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/?p=142"},"modified":"2016-11-09T17:35:04","modified_gmt":"2016-11-09T16:35:04","slug":"die-kogge-im-rampenlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/2016\/11\/04\/die-kogge-im-rampenlicht\/","title":{"rendered":"Die Kogge im Rampenlicht"},"content":{"rendered":"<p>Am 7. November er\u00f6ffnet das Deutsche Schiffahrtsmuseum \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schifffahrtsgeschichte (DSM) zusammen mit den sieben weiteren Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft die dezentrale Ausstellung \u00bb8 Museen, 8 Objekte\u00ab. Erstmals geben damit die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam einen Einblick in ihre aktuellen Forschungen. Jedes Museum zeigt \u00fcber jeweils einen Multimedia-Tisch ein exemplarisches Objekt aus der eigenen Sammlung. Das DSM pr\u00e4sentiert die \u00bbBremer Kogge\u00ab von 1380, deren Fund in der Weser 1962 letztlich zur sp\u00e4teren Gr\u00fcndung des Museums f\u00fchrte und die derzeit auch den Ausgangspunkt der grundlegenden Neugestaltung des DSM bildet. Die Ausstellung wird mit Live-Schaltungen in alle acht Museen und einer kurzen Vorstellung des jeweiligen Objektes er\u00f6ffnet.<!--more--><\/p>\n<p>Die interaktiven Multi-Touch-Tische zeigen auf mehreren virtuellen Ebenen die Forschungsgeschichte der Objekte und geben Einblicke sowohl in die Sammlung als auch in die Forschung. Sie wurden vom Leibniz-Institut f\u00fcr Wissensmedien (IWM) entwickelt und stellen mit dem so genannten \u00bbEyeVisit\u00ab, einem multimedialen Informationsangebot, ein digitales Vermittlungssystem f\u00fcr die insgesamt acht Exponate zur Verf\u00fcgung. Die inhaltliche Expertise wird Besucherinnen und Besuchern nach ihren Bed\u00fcrfnissen vermittelt. \u00bbIn langj\u00e4hriger kognitionswissenschaftlicher Forschungsarbeit haben wir EyeVisit vor allem daraufhin optimiert, ein tiefergehendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Ausstellungsobjekte zu unterst\u00fctzen, ohne durch unn\u00f6tig komplizierte Bedienelemente und Informationen zu \u00fcberfordern oder gar abzuschrecken\u00ab, erl\u00e4utert Projektleiter Peter Gerjets vom IWM.<\/p>\n<p>Mit den acht Objekten zeigen die Leibniz-Forschungsmuseen ihre besondere Aufgabe im Sammeln, Bewahren und Ausstellen kulturhistorischer und naturwissenschaftlicher Sch\u00e4tze sowie in deren Erforschung. Warum taucht eine M\u00fcckenart aus Neuseeland pl\u00f6tzlich am Rhein auf? Wie geben nach fast 200 Jahren getrocknete Pflanzen den Krankheitserreger preis, der im 19. Jahrhundert f\u00fcr den Hungertod von einer Millionen Menschen in Irland verantwortlich war? Ist die Taschenuhr, die lange als die \u00e4lteste der Welt galt, m\u00f6glicherweise ein historischer Schwindel? Und wie konnte ein beinahe 600 Jahre altes Schiffswrack so vollst\u00e4ndig geborgen, rekonstruiert und erhalten werden?<\/p>\n<p>Die Museen und ihre Objekte:<\/p>\n<ul>\n<li>Deutsches Bergbau-Museum Bochum \u2013 Leibniz-Forschungsmuseum f\u00fcr Georessourcen: Dr\u00e4ger Rettungsapparat Modell 1904\/09<\/li>\n<li>Deutsches Museum M\u00fcnchen: Kempelen&#8217;scher Sprechapparat aus dem sp\u00e4ten 18. Jahrhundert<\/li>\n<li>Deutsches Schiffartsmuseum \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schifffahrtsgeschichte, Bremerhaven: Die \u00bbBremer Kogge\u00ab, das besterhaltene Handelsschiff des nordeurop\u00e4ischen Mittelalters<\/li>\n<li>Germanisches Nationalmuseum, N\u00fcrnberg: Die sogenannte \u00bbHenlein-Uhr\u00ab<\/li>\n<li>Museum f\u00fcr Naturkunde \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr Evolutions- und Biodiversit\u00e4tsforschung, Berlin: \u00bbZooSphere\u00ab, ein Instrument zur automatischen 3D-Digitalisierung von Insekten<\/li>\n<li>R\u00f6misch-Germanisches Zentralmuseum \u2013 Leibniz-Forschungsinstitut f\u00fcr Arch\u00e4ologie, Mainz: Kopie einer orientalischen Metallsch\u00fcssel aus Nordnigeria<\/li>\n<li>Senckenberg Naturmuseum, Frankfurt am Main: Von Kartoffelf\u00e4ule befallene Kartoffeln (Modell)<\/li>\n<li>Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr Biodiversit\u00e4t der Tiere, Bonn: Die neue Trauerm\u00fcckenart Ctenosciara alexanderkoenig<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Leibniz-Pr\u00e4sident Matthias Kleiner ist die Schnittstellenfunktion der Museen zwischen Wissenschaft und \u00d6ffentlichkeit besonders wichtig: \u00bbDie Leibniz-Forschungsmuseen verbinden hochkar\u00e4tige Forschung und innovative Vermittlungsformen. Sie sind Schaufenster der Wissenschaft f\u00fcr das gro\u00dfe Publikum und machen Fragestellungen, Relevanz und Methoden der Forschung transparent.\u00ab<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Sunhild Kleing\u00e4rtner, sieht im Verbund der Leibniz-Forschungsmuseum einen der wichtigsten Bezugspunkte f\u00fcr die Arbeit des DSM: \u00bbWir m\u00f6chten auch \u00fcberregional ein Bewusstsein f\u00fcr die Relevanz unseres Themas \u203aMensch und Meer\u2039 erzeugen und gleichzeitig mit unserer maritimen Perspektive die Forschungsans\u00e4tze unserer Schwesterinstitute erg\u00e4nzen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bb8 Objekte, 8 Museen \u2013 eine simultane Ausstellung der Leibniz-Forschungsmuseen\u00ab ist ein Gemeinschaftsprojekt der Leibniz-Museen mit dem Leibniz-Institut f\u00fcr Wissensmedien im Rahmen des Leibniz-Jahres 2016 \u00bbDie beste der m\u00f6glichen Welten\u00ab, mit dem die Leibniz-Gemeinschaft den 370. Geburtstag und den 300. Todestag ihres Namenspatrons, Gottfried Wilhelm Leibniz, begeht. Die Ausstellung wird zeitgleich in den acht Museen in Berlin, Bochum, Bonn, Bremerhaven, Frankfurt\/Main, Mainz, M\u00fcnchen und N\u00fcrnberg gezeigt.<\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung am Montag, den 7. November 2016, um 14:00 Uhr im Deutschen Schiffahrtsmuseum laden wir Sie herzlich ein.<\/p>\n<p><strong>Programm<\/strong> per Liveschaltung aus Berlin.<\/p>\n<p><strong>14:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Matthias Kleiner<\/strong>, Pr\u00e4sident der Leibniz-Gemeinschaft<br \/>\n<strong>Johanna Wanka<\/strong>, Bundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung<br \/>\n<strong>Eva Quante-Brandt<\/strong>, Senatorin f\u00fcr Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen<br \/>\n<strong>Leitungen und Teams<\/strong> der 8 Leibniz-Forschungsmuseen<\/p>\n<p><strong>Anschlie\u00dfender Empfang<\/strong><br \/>\nmit &#8222;Pr\u00e4sentation von Forschung &amp; Wissen rund um die Bremer Kogge &#8211; virtuell und auf der Baustelle&#8220; im Deutschen Schiffahrtsmuseum &#8211; Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schiffahrtsgeschichte.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wird simultan in allen 8 Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft er\u00f6ffnet und live \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Es wird um Anmeldung per E-Mail an <a href=\"mailto:info@dsm.museum\">info@dsm.museum<\/a> gebeten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 7. November er\u00f6ffnet das Deutsche Schiffahrtsmuseum \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schifffahrtsgeschichte (DSM) zusammen mit den sieben weiteren Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft die dezentrale Ausstellung \u00bb8 Museen, 8 Objekte\u00ab. Erstmals geben damit die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam einen Einblick in ihre aktuellen Forschungen. 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