{"id":473,"date":"2017-03-15T09:11:46","date_gmt":"2017-03-15T08:11:46","guid":{"rendered":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/?p=473"},"modified":"2017-03-16T16:21:48","modified_gmt":"2017-03-16T15:21:48","slug":"die-kogge-halle-ist-eroeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/2017\/03\/15\/die-kogge-halle-ist-eroeffnet\/","title":{"rendered":"Die Kogge-Halle ist er\u00f6ffnet!"},"content":{"rendered":"<p><em>Die ber\u00fchmte \u203aBremer Kogge\u2039 von 1380 im Deutschen Schiffahrtsmuseum \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schifffahrtsgeschichte (DSM) erstrahlt seit heute in neuem Glanz. Gemeinsam mit dem Pr\u00e4sidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Prof.\u00a0Dr.-Ing.\u00a0Matthias Kleiner, der Bremer Wissenschaftssenatorin Prof.\u00a0Dr.\u00a0Eva Quante-Brandt und Bremerhavens Oberb\u00fcrgermeister Melf Grantz er\u00f6ffnete die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des DSM, Prof.\u00a0Dr.\u00a0Sunhild Kleing\u00e4rtner, die neue Ausstellung rund um das 23\u00a0m lange mittelalterliche Schiff in der dreist\u00f6ckigen Kogge-Halle des DSM.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>\u00bbMit der Umgestaltung der Kogge-Halle ist ein Meilenstein auf dem Weg des neuen DSM in die Zukunft erreicht!\u00ab, freut sich Kleing\u00e4rtner. \u00bbJetzt k\u00f6nnen unsere Besucherinnen und Besucher die Kogge wieder erleben. Es wird daran sichtbar, wie sich das DSM in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Lebendige Forschung am Objekt im Mittelpunkt<\/em><\/p>\n<p>Die \u203aBremer Kogge\u2039 von 1380 ist das besterhaltene Handelsschiff des europ\u00e4ischen Mittelalters \u2013 ein Kulturerbe von internationalem Rang. Ihr Fund in der Weser im Jahr 1962, der Ausgangspunkt f\u00fcr die sp\u00e4tere Gr\u00fcndung des DSM, war eine Weltsensation und von hoher Bedeutung f\u00fcr die Wissenschaft: das erste in Deutschland unterwasserarch\u00e4ologisch geborgene Gro\u00dfobjekt, beispielhaft rekonstruiert und langzeitkonserviert.<\/p>\n<p>Leibniz-Pr\u00e4sident Matthias Kleiner zeigt sich begeistert: \u00bbDas DSM und die anderen sieben Leibniz-Forschungsmuseen sind ganz besondere Juwelen. Sie bieten der Leibniz-Gemeinschaft einzigartige Schnittstellen mit der \u00d6ffentlichkeit, um gesellschaftsrelevante Themen zu kommunizieren.\u00ab Den interessierten Besucherinnen und Besuchern werde nahegebracht, was \u203aForschung\u2039 bedeutet, n\u00e4mlich der Blick hinter den Horizont als eine strukturierte Abfolge von Fragestellung und Erkenntnisgewinn. Sie k\u00f6nnen aktiv dazu beitragen und nachvollziehen, wie Wissenschaft zustande kommt.<\/p>\n<p>\u00bbDas Museum als Schaufenster der Meeresforschung macht Forschung transparent\u00ab, betont auch Wissenschaftssenatorin Quante-Brandt: \u00bbDie Umsetzung der Neugestaltung der Ausstellungen am DSM wird jetzt sichtbar. Das ist ein wichtiges und positives Signal f\u00fcr den Wissenschaftsstandort des Landes Bremen. Die Neukonzeption wird durch ausgezeichnete Forschung unterlegt. Mit der hohen Qualit\u00e4t von attraktiven Ausstellungen werden sicher viele Besucherinnen und Besucher den Weg ins Deutsche Schiffahrtsmuseum finden.\u00ab<\/p>\n<p>Die neue DSM-Ausstellung \u00bbKogge, Mensch &amp; Meer\u00ab zeichnet sich durch eine enge Verkn\u00fcpfung mit aktuellen Forschungsprojekten aus. Durch die semi-permanente Ausstellungsgestaltung wird es in Zukunft m\u00f6glich sein, neueste Erkenntnisse zeitnah in die Pr\u00e4sentation einzubinden. Das kann eine thematische Erweiterung oder das Einbringen neuer Exponate bedeuten \u2013 aber auch, je nach Forschungsdisziplin und Vermittlungsidee, virtuell erfolgen. Eine flexible \u00bbDoktorandenvitrine\u00ab wird mit dem Thema Schiffsversicherungen starten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Neue Ans\u00e4tze der Vermittlung durch dynamische Ausstellungskonzeption<\/em><\/p>\n<p>Im Zentrum der neuen Ausstellung steht weiterhin das ikonografische Schiff in seinem unfertigen Zustand \u2013 genau an dem Standort in der Mitte des Raumes, der, bevor er Museumsraum wurde, Werkstattraum f\u00fcr das Zusammensetzen der Kogge war. Diese kann nun auf drei Ebenen sehr nah umrundet und ihren Spuren vom Mittelalter bis ins 20.\u00a0Jahrhundert verfolgt werden:<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 Im Erdgeschoss (\u00bbMaterialit\u00e4t\u00ab) geht es um den Schiffsk\u00f6rper und die verwendeten Materialien. Die Besucherinnen und Besucher laufen in Augenh\u00f6he direkt auf die h\u00f6lzerne Bordwand der Kogge zu. Sie erfahren alles Wichtige zur Bergungs- und Konservierungsgeschichte, \u00fcber aktuelle pr\u00e4ventive Konservierungsmethoden und \u00fcber den Schiffbau im Mittelalter.<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 Im Mittelgeschoss (\u00bbInteressen\u00ab) schauen sie in den volumin\u00f6sen Laderaum und stellen sich die Frage, was und wer mit der Kogge transportiert wurde. Wohin gingen die Reisen und wie war der Alltag an Bord? Es geht um den historischen Kontext der Kogge und um die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen, die mit ihr verbunden wurden.<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 Im Obergeschoss (\u00bbWahrnehmung\u00ab) herrscht der gr\u00f6\u00dfte Abstand zum Objekt. Die Kogge wird zum Symbol und zur Marke. Es wird thematisiert, wie unterschiedlich sie im Laufe der Zeit rezipiert wurde, welche Rolle sie in den verschiedenen Epochen als Symbol und Mythos gespielt hat und welche Legenden es zur Kogge in Wissenschaft und Popul\u00e4rkultur gibt.<\/p>\n<p>Mit neuen Sichtweisen, Vermittlungs- und Pr\u00e4sentationsformen wird die Ausstellung f\u00fcr m\u00f6glichst viele Besuchergruppen attraktiv gemacht. So k\u00f6nnen beispielsweise mittels neuer Hands-on-Modelle Inhalte rund um die Kogge durch interaktives Erleben begriffen werden, u.\u00a0a. mit dem FARO-Messarm zur digitalen Vermessung von Objekten oder einem nachgebauten mittelalterlichen Gangspill. An anderer Stelle k\u00f6nnen die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen, die dann auf die Kogge projiziert werden. Um Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen den Zugang zur Ausstellung zu erleichtern, wurden sowohl bauliche als auch vermittlungstechnische Ma\u00dfnahmen ergriffen, z.\u00a0B. ein taktiles Leitsystem auf dem Fu\u00dfboden, mit dem Rollstuhl unterfahrbare Vitrinen, H\u00f6rtexte und Tastmodelle f\u00fcr Sehbehinderte sowie ein Audioguide in Leichter Sprache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Das neue DSM setzt Kurs auf die Zukunft<\/em><\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftig steht das Museum f\u00fcr eine dynamische, richtungsweisende Synthese von Ausstellen, Forschen und Vermitteln unter dem Oberthema \u00bbMensch &amp; Meer\u00ab. Die Verbindungen von Schiffen, Mensch und Meer, die Verflechtungen der maritimen Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft werden sichtbar und lebendig gemacht.<\/p>\n<p>Ozeane und Meere sind der gr\u00f6\u00dfte Lebensraum des Planeten und als solche eines der wichtigsten Zukunftsthemen auf der weltweiten Agenda. Das DSM n\u00e4hert sich ihnen nicht als Kultur- oder Naturraum, wie die meisten Einrichtungen der Meeresforschung. Vielmehr stellen die Schiffe das Bindeglied zwischen Menschen\/Kultur und Meer\/Natur dar. Sie sind der unmittelbare materielle Ausdruck f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Beziehungen der Menschen mit dem Meer. Diese Beziehungen haben eine lange Geschichte, sie sind vielf\u00e4ltig und betreffen jeden. Viele Themen, die heutzutage die internationalen Debatten bestimmen, werden \u00fcber diesen Zugang betrachtet: Globalisierung, Waren- und Wissenstransfer, Klimawandel und Ressourcennutzung. Das DSM ist die einzige wissenschaftliche Institution in Deutschland, die sich auf diese Verbindung spezialisiert hat. Die Forschung ist dabei objektbezogen. Es werden nicht ausschlie\u00dflich Schriftquellen und Texte ausgewertet, sondern die dreidimensionalen Objekte in die Forschung einbezogen. Und von den Objekten und ihren Biografien wird dann zur\u00fcckgeschlossen auf die Haltungen der Menschen zu einer bestimmten Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Hochkar\u00e4tig besetzte Expertenrunde zur Er\u00f6ffnung<\/em><\/p>\n<p>Ganz in diesem Sinne bildete die Er\u00f6ffnung der Kogge-Halle zugleich den Auftakt f\u00fcr eine neue Reihe von Podiumsgespr\u00e4chen der Leibniz-Forschungsmuseen, deren Ziel es ist, gesellschaftsrelevante Aspekte historisch reflektiert unter Beteiligung von Wissenschaft, Politik und \u00d6ffentlichkeit zu diskutieren. Die Themen leiten sich aus den Forschungsschwerpunkten der Museen und den Fragen an ihre Objekte ab. Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema \u00bbDas Schiff: Objekt \u2013 Symbol \u2013 Marke\u00ab: Die Museumsmacherinnen Dr.\u00a0Patricia Rahemipour (Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin) und Prof.\u00a0Dr.\u00a0Ruth Schilling (Deutsches Schiffahrtsmuseum\/Universit\u00e4t Bremen) diskutieren mit dem Markenforscher Prof.\u00a0Dr.\u00a0Kai-Uwe Hellmann (TU Berlin) und dem Medi\u00e4visten Prof.\u00a0Dr.\u00a0Matthias Puhle (Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg) dar\u00fcber, ab wann, warum und durch wen Objekte zu Symbolen und Marken werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Feierlichkeiten dauern eine Woche<\/em><\/p>\n<p>Um sich bei den Besucherinnen und Besuchern f\u00fcr ihre Geduld w\u00e4hrend der mehrmonatigen Sanierungsarbeiten zu bedanken und die Verbundenheit mit Stadt und Region zu dokumentieren, startet das DSM direkt im Anschluss an die Er\u00f6ffnung eine \u00bbKogge-Woche\u00ab:<br \/>\n15. M\u00e4rz Tag der Inklusion \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0(freier Eintritt f\u00fcr Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen)<br \/>\n16.\/17.\u00a0M\u00e4rz\u00a0\u00a0 Tage der Zukunft \u00a0 (16.\u00a0M\u00e4rz freier Eintritt f\u00fcr Sch\u00fcler\/innen aus Bremen)<br \/>\n(17.\u00a0M\u00e4rz freier Eintritt f\u00fcr Sch\u00fcler\/innen aus Bremerhaven und Niedersachsen)<br \/>\n18.\/19.\u00a0M\u00e4rz\u00a0\u00a0 Tage der Familien (freier Eintritt f\u00fcr alle)<\/p>\n<p>Auch im weiteren Verlauf des Jahres steht die \u203aBremer Kogge\u2039 im Mittelpunkt der Aktivit\u00e4ten des DSM \u2013 mit Tagen der offenen T\u00fcr, Kogge-Specials, einer Geschichtswerkstatt, Vortr\u00e4gen, Familienaktionen und einer Wanderausstellung f\u00fcr Kinder, die ab Herbst ihre Reise durch die Republik antreten wird. Das Programm im Einzelnen entnehmen Sie bitte unserer Homepage (<a href=\"http:\/\/www.dsm.museum\">www.dsm.museum<\/a>) und diesem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ber\u00fchmte \u203aBremer Kogge\u2039 von 1380 im Deutschen Schiffahrtsmuseum \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr deutsche Schifffahrtsgeschichte (DSM) erstrahlt seit heute in neuem Glanz. Gemeinsam mit dem Pr\u00e4sidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Prof.\u00a0Dr.-Ing.\u00a0Matthias Kleiner, der Bremer Wissenschaftssenatorin Prof.\u00a0Dr.\u00a0Eva Quante-Brandt und Bremerhavens Oberb\u00fcrgermeister Melf Grantz er\u00f6ffnete die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des DSM, Prof.\u00a0Dr.\u00a0Sunhild Kleing\u00e4rtner, die neue Ausstellung rund um das 23\u00a0m lange [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":477,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,20],"tags":[],"class_list":["post-473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausstellung","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=473"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":476,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473\/revisions\/476"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kogge.dsm.museum\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}